...weia...

Jau, 'weia', was soll man so von sich geben?

 

Ich erinnere mich an Zeiten, mag so 35 Jahre her sein, da gab es diese fragebogenartigen Buecher, in denen jeder von Lieblingsfarbe bis -Zahl alles eintrug? Also so etwa

 

Hobbys: meine Frau, immo WoW, chillen vorm Kamin
Lieblingsmusik: vieles...
Lieblingsfilme: SF, Fantasy, Serien (CSI, o.ä.)

Sprachen: Deutsch, Englisch
Lieblingsmotto: Ich blicke immer optimistisch nach vorn

usw.

 

Leben laeuft...

Also, geboren in Hilden/Rhld war schon einmal ein Fehler, steht aber im Ausweis. Fehler, weil ich eigentlich immer in Duesseldorf war und nur zur Geburt den Ort wechselte ;-) Also Kindheit und Jugend in D'dorf, dann unbeendete gymnasiale Oberstufe 12 in Arbeit im Hotel gewechselt.

Jau, mit 18 kann man machen, was man will!

Also habe ich mich sofort bei der Bundeswehr beworben, Berufssoldat, und die Wartezeit als koffertragender Page ueberbrueckt. Dann zum Wehrdienst, und nach ein paar Monaten Berufssoldat. Luftwaffe, Flugsicherung, weil man da schon mit 42 in Rente gehen kann ;-) Wie das Leben so spielt, lernte ich meine Zukuenftige kennen und der Schichtdienst, sowie die nicht steuerbare Versetzbarkeit machten dem 'Bund' schnell ein Ende. Trotz vieler Unkenrufe: Heirat (den Zweiflern sei gesagt: Die beste Entscheidung EVER und jetzt fast 22 Jahre jung (die Ehe)) Inzwischen 22 Jahre alt, konnte ich den Berufssoldaten abbrechen und eine Ausbildung beginnen. Industriekaufmann, aber eigentlich egal, Hauptsache in der Firma, in der auch meine Frau arbeitet: Henkel. Dort so schnell wie moeglich wieder Geld verdienen und in der Folge von 33 auf 65 auf 115 auf 123 auf 160 Quadratmeter gelebt. Letzteres dann ein paar Meter hinter der Stadtgrenze Duesseldorf, Baumberg. A bissl suedlicher ist es nun auch Eigenheim.

Also dies der Lebenslauf!

 

Anekdoten

Also ICH mag die kleinen Geschichten... aber viele sind gar nicht lustig, auch wenn ich sie gerne so vortrage. Die lasse ich immo mal weg, trotzdem bleiben genug 'Kopfschuettler' uebrig, denke ich ;-)

 

Eine Geschichte zum Thema 'Wohnen'

 

20 Jahre lang habe ich Menschen vom Eigenheim abgeraten. Mit Wort und Zahl... aber trotzdem leben wir nun, oder wie IKEA sagt: Wohnst du noch, oder lebst du schon? Das emotionale Moment, durch die Auen nach Hause zu fahren ist unbeschreiblichbar. Und selbst einen Nagel in eine Wand zu versenken, schafft ein Gluecksgefuehl. Selbst nach Jahren noch.

Die Anekdote darin ist der Weg dahin. Also zum Eigenheim.

Mein Schatz sagte dereinst an einem Mittwoch: Duhuuuu, die Wohnung ist doch nicht das Richtige.

(Anm.: Henkel verkaufte seine Werkswohnungen, viel zu teuer damals. Wir zogen in die 2. Etage eines Altbaus, 5 Minuten Fussweg zur Arbeit, und steckten Einiges in die Renovierung. 1 + 1/2 Jahre spaeter...)

Mir war schon aufgefallen, dass meine Holde die Lust am jahreszeitgemaessen Dekorieren verloren hatte. Und so kam es an diesem Mittwoch raus und ich suchte ein paar Vorschlaege zu neuer Behausung am Donnerstag. Dabei auch zum 'gucken' ein Eigentum. Genau dieses besichtigten wir Freitags und unterschrieben Samstag den Vorvertrag. So kann es gehen im Hause Schwalenberg. Der Plan ist der Plan, Realitaet schaffen wir staendig neu. Manchmal von einem Tag auf den anderen. Ein schoenes Leben.

Eine Geschichte zum Thema 'Reisen'

 

Kennt jemand Interrail? Gibt es das ueberhaupt noch? Also ich fing mit 15 an, Rucksack und ab zur Bahn.  Einige Jahre, einmal mit 'nem Schulkameraden (Wolfram), und einmal sogar mit meinem Bruder Guido... Also wer es nicht kennt: Man schreibt in ein kleines Heftchen, wo man ist und wohin man will und faehrt Bahn. Der Rest ist Legende.
Die Geschichte? Ok, vier Wochen mit Guido, Ziele 'Haehnchen' und 'Eis'. Also die besten mir bekannten Haehnchen vom Rost, erlebbar an der Algarve irgendwo im Nirgendwo und Rieseneisbecher in Istrien. Getreu der Vorstellung 'der Weg ist das Ziel' fahren wir von Alfansina, Algarve ueber Lisboa, weiter ueber die Pyrenaeen nach Toulouse einkaufen und fruehstuecken (hier etwa 50 Espressotassen auf einem Minibistrotisch stapeln), weiter nach Rom. Dort das teuerste Fruehstueck, beleidigt das Land verlassend nach Pula. Dort Tomaten gekauft und ueber Geneve und Paris nach Duesseldorf gebracht. Ob wir Huhn oder Eis gegessen haben? Warum wir Tomaten lieferten? Was es mit den Jeansschmugglern oder der kroatischn Boxermannschaft oder dem SS-Arzt auf sich hat? Warum die Huehnerbraterfamilie alle nicht sehen koennen? Ja, genau das ist die Geschichte, eine von vielen.

...es kommen mehr wenn die Zeit mich laesst und die Lust mich faengt...